Sind die Einschätzungen Österreichischer Lungenfachärzte zum Lungenkrebsscreening durch eine Fact Box beeinflussbar?
Leitung: Prim. –Priv. –Doz.Dr. Georg-Christian Funk
Vertretung: Dr. Carolina Amelunxen
Studienkoordination: Almas Merchant, M.P.H.
Start: 2020
Projektmitglieder an der Klinik Ottakring: Dr. Carolina Amelunxen
Projektinformation/Beschreibung/Zielsetzung:
Das Thema Lungenkrebs-Screening ist insofern hochaktuell und relevant, da diese Krebsart weltweit die am häufigsten diagnostizierte ist und unter den Malignomen die höchste Mortalität besitzt. Bisher konnte sich keine Screeningmethode von den Leitlinien routinemäßig empfohlene Maßnahme etablieren. In der kürzlich publizierten niederländisch-belgische NELSON-Studie zu low dose Thorax-CT als Screening-Methode bei Risiko Patienten (Raucher und Ex-Raucher) zeigte sich eine – wenn auch geringe – Reduktion der Sterblichkeitsrate in der Screening Gruppe vs. der Kontrollgruppe). Voraussetzung für eine detaillierte Aufklärung des Patienten über Durchführung sowie und Vor- und Nachteile eines Screenings ist, dass der Arzt Risikokompetenz besitzt und die Daten zum Screening kennt und interpretieren kann. Zur Verbesserung der Wissensvermittlung statistischer Daten kann die Anwendung einer Faktenbox dienen.
In dieser prospektiven Studie mit 1:1 randomisierter Befragung mittels Internettool sollen Ärzte und Ärztinnen in 2 Phasen (vor und nach Intervention mit einer Faktenbox) nach Ihrer Einschätzung der Vorteile und Risiken des Lungenkrebsscreening mittels Thorax-Computertomographie und zu einer potentiellen Intention zur Veränderung des Empfehlungsverhaltens befragt werden. Nach dem Zufallspinzip randomisiert erhält zudem die Hälfte der Teilnehmer dieselbe Information zusätzlich zur Fact box graphisch als Cates plot aufgearbeitet.