Vergleich der Ganzkörper-FDG-PET/CT Methode mit einem auf Thorax bis Oberbauch beschränkten FDG-PET/CT zum Primärstaging von Lungenkarzinomen – Eine retrospektive explorative Analyse

Leitung: Prim. –Priv. –Doz.Dr. Georg-Christian Funk
Vertretung: keine
Studienkoordination: Almas Merchant, M.P.H.
Start: 2021
Projektmitglieder an der Klinik Ottakring: Dr. Klaus Kirchbacher, OÄ. Dr. Elena Egger, Dr. Nino Müser

Projektinformation/Beschreibung/Zielsetzung:

Hintergrund:

Das Lungenkarzinom, mit 1.80 Millionen Todesfällen weltweit im Jahr 2020, gilt als eine der häufigsten malignen Erkrankungen. Es zeigt sich, aufgrund unzureichender Screening-Methoden und demzufolge oftmals fortgeschrittenem Stadium im Erstbefund, mit einer hohen Mortalitätsrate1–3. Um das Lungenkarzinom in Stadien einzuteilen, werden verschiedene Untersuchungsverfahren angewandt. Das FDG-PET/CT, als wichtiger bildgebender Bestandteil des Stagings, wird üblicherweise als Ganzkörper-FDG-PET/CT durchgeführt. Die Notwendigkeit des Ganzkörper-Scans und die Alternative des limitierten
FDG-PET/CTs werden in mehreren Studien diskutiert4–6.

Ziele:

Diese Arbeit versucht die Ergebnisse der Studie von Arens et al. „FDG-PET/CT Limited to the Thorax and Upper abdomen for Staging and Management of Lung Cancer“ (2016) zu überprüfen. Diese besagt, dass ein limitiertes FDG-PET/CT bei 98.7% aller Lungenkarzinome ausreicht, um ein korrektes Staging zu erreichen. Dadurch ergibt sich in 1.3% der Fälle ein inkorrektes Staging, wobei sich nur in 1.2% eine andere Therapie als beim Standardverfahren ergibt. Dementsprechend soll diese Arbeit die Genauigkeit des Stagings von Lungenkarzinomen mittels FDG-PET/CT, welches ein kleineres Field-of-View als das herkömmliche FDG-PET/CT hat, testen. Darüber hinaus sollen Auswirkungen auf zusätzliche Zeit und Kosten diverser Untersuchungsverfahren, die aufgrund potenziell unterschiedlich
ausfallender Staging-Ergebnisse entstehen, aufgezeigt werden.

Methodik:

Die Studie beinhaltet 150 Patienten und Patientinnen mit einem rezent erfassten oder suspekten Lungenkarzinom, die im Zeitraum 2018 bis 2020 am Institut für Nuklearmedizin an der Klinik Ottakring eine FDG-PET/CT Untersuchung zum Primärstaging erhielten. Bei allen Personen bestand kein Hinweis auf extrathorakale Metastasierung vor der FDG-PET-CT Untersuchung. Alle Patienten und Patientinnen mit malignen Vorerkrankungen werden für deskriptive Zwecke markiert. Es werden die gescannten FDG-PET/CT Bilder in drei Regionen aufgeteilt: „Kopf-Nacken“ (KN), die zu beobachtende Zielregion „Thorax-oberes Abdomen“ (TOA) und „Unteres Abdomen-Hüfte“ (UAH). So wird überprüft, wie häufig ein korrektes Staging und eine idente Therapie nur anhand der Region TOA erzielt würden.