Managing stress in the daily lives of lung cancer outpatients: Investigating a digital intervention as add-on treatment
Leitung: Prim. –Priv. –Doz.Dr. Georg-Christian Funk &
Univ.-Prof. Dr. Urs M. Nater, Vorstand des Instituts für Klinische und Gesundheitspsychologie, Universität Wien
Vertretung: Hannah Tschenett
Studienkoordination: Almas Merchant, M.P.H.
Start: September 2024
Projektmitglieder an der Klinik Ottakring: OA. Dr. Klaus Kirchbacher, OÄ. Dr. Elena Egger, Dr. Nino Müser
Projektinformation/Beschreibung/Zielsetzung:
Die Ambulanz der 2. Medizinischen Abteilung der Klinik Ottakring behandelt jährlich etwa 200 Lungenkrebspatient*innen. Diese Patient*innen leiden unter einer komplexen Symptombelastung, die nicht nur ihre körperliche, sondern auch ihre psychische Gesundheit betrifft. Zu den häufigsten Symptomen zählen Erschöpfung, Schmerzen, Schlafstörungen sowie affektive Symptome wie Angst und Depression. Das Leben mit einer Krebserkrankung stellt eine große Stressbelastung dar (Holmes & Rahe, 1967). Besonders nach der Diagnose und während der Behandlung sehen sich die Patient*innen mit Unsicherheiten über den Krankheitsverlauf und die Auswirkungen der Erkrankung und Behandlung auf ihr Leben konfrontiert, was Stress auslösen kann. Psychische Symptome stehen im Zusammenhang mit einer stärkeren Symptombelastung (Morrison et al., 2017). Obwohl psychologische Unterstützung durch stationäre klinische Psycholog*innen während der Krankenhausbesuche für alle Patienten verfügbar ist, könnte zusätzliche Unterstützung hilfreich sein, um den Stress im Alltag der Patient*innen besser zu bewältigen.
Daher untersuchen wir eine digitale Stressbewältigungsintervention bei Lungenkrebspatient*innen, die ihre Standardbehandlung ergänzt und ihnen helfen soll, die psychische Belastung ihrer Erkrankung im Alltag zu bewältigen. Diese psychologische Intervention könnte Werkzeuge und Strategien bereitstellen, um Gedanken, Gefühle und körperliche Symptome im Zusammenhang mit der Erkrankung und der Behandlung effektiv zu bewältigen. Zusätzlich könnte sie dazu beitragen, die Akzeptanz der Erkrankung zu fördern, und das Selbstwirksamkeitserleben zu verbessern, indem sie den Patienten ein Gefühl der Kontrolle vermittelt, und letztlich Stress, Erschöpfung und affektive Symptome zu reduzieren sowie ihre Lebensqualität zu steigern.