Neurologische Abteilung
Forschung in der Abteilung
Hauptinteresse der Arbeitsgruppe ist die Erforschung der Entstehungsmechanismen der Parkinson-Krankheit mit besonderem Fokus auf erbliche Grundlagen der Erkrankung. Durch Aufbau einer angereicherten Population von Parkinson-Patienten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine genetische Grundlage der Erkrankung wollen wir im Rahmen von internationalen Forschungskooperationen zur Charakterisierung neuer Parkinson-Gene beitragen. Dieses Wissen kann als Grundlage für die Entwicklung neuer krankheitsmodifizierender Therapien für diese spezifischen genetischen Parkinson-Erkrankungen, aber auch für die Parkinson-Krankheit im Allgemeinen dienen.
Ein weiterer Foschungsschwerpunkt ist die Behandlung des fortgeschrittenen Morbus Parkinson. Dies betrifft einerseits die Behandlung von motorischen Wirkungsschwankungen mit Geräte-unterstützten Therapien (insbesondere Pumpenbehandlungen), andererseits die Behandlung nicht-motorischer Langzeitsymptome, insbesondere die Therapie psychotische Symptome bei M. Parkinson.
Laufende Projekte
Klinische Studien:
- Padova, eine randomisierte, kontrollierte Phase 2b Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit des krankheitsmodifizierenden Effekts des Anti-Alpha-Synuklein-Antikörpers Prasinezumab bei M. Parkinson, gegenwärtig in der offenen Verlängerung
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Paraiso, eine randomisierte, kontrollierte Phase 3 Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit des krankheitsmodifizierenden Effekts des Anti-Alpha-Synuklein-Antikörpers Prasinezumab bei M. Parkinson, Aktivierung als Studienzentrum im März 2026
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LUMA, eine randomisierte, kontrollierte Phase 2b Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit des krankheitsmodifizierenden Effekts eines LRRK2-Kinasehemmers bei M. Parkinson
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Rossini, eine Phase 4 Studie zur Langzeitwirksamkeit und Verträglichkeit der subkutanen Dauerinfusion von Foslevodopa bei M. Parkinson-Patienten mit motorischen Komplikationen
Akademische Studien:
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ÖPAR, Österreichisches Parkinson-Register, eine von der Ö. Parkinson-Gesellschaft (ÖPG) initiierte Registerstudie zur Charakterisierung der Epidemiologie des M. Parkinson in Österreich
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Wiener Parkinson-Genetik Projekt in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Neurologie, Untersuchung genetischer Grundlagen des M. Parkinson in einem „enriched“ sample von Patientin mit frühem Krankheitsbeginn bzw. positiver Familienanamnese.
Internationale Kooperationen:
- Deciphering LRRK2 signalling network in hereditary Parkinson’s disease, Kooperation mit der Universität Dundee, Schottland zur Untersuchung der LRRK2-Kinase-Aktivität beim M. Parkinson anhand Messung der RAB-Phosphorylierung. Ziel ist die Detektion neuer, im LRRK2-pathway involvierter Parkinson-Gene.
- GP2, https://gp2.org/de/, ein weltweites Projekt zur Erforschung genetischer Grundlagen der Parkinson-Krankheit
Fortbildungstätigkeit
Seit 9/2018 regelmäßige Durchführung des „WSP Movement Disorder Kurses“, eines 2-tägigen Einführungs-Workshops in die Grundlagen des M. Parkinson und von Bewegungsstörungen.
- WSP Movement Disorder Kurs am 13.-14.2.26
- WSP Movement Disorder Kurs am 12.-13.2.27
Öffentlichkeitsarbeit
https://www.parkinson.at/detail-podcast/was-ist-die-ursache-der-parkinson-krankheit
https://www.parkinson.at/detail-podcast/wird-parkinson-heilbar
https://selpers.com/parkinson/fortgeschrittener-morbus-parkinson/
https://www.parkinson.at/detail-videos/wird-die-parkinson-krankheit-heilbar-werden
https://www.parkinson.at/detail-videos/zittern-was-kann-dahinterstecken
Mitglieder der Abteilung
Parkinson-Forschungsgruppe:
Leitung:
Mitarbeiter:
Dr. Julia Köppler
Dr. Agnes Santer
Dr. Anna Grossauer
Dr. Tobias Stuckart
Dr. Ario Parak
Dr. Lydia Zapusek
Dr. Tshering Bhutia