ESUBAK: Evaluation der Smartphone-Spirometrie und der Bodyplethysmographie zur Diagnosestellung von Asthma bronchiale im Kindesalter (ESUBAK): Vergleich mit den European Respiratory Society Clinical Practice Guidelines
PI: Christiane Lex
Local PIs: Angela Zacharasiewicz
Co workers: Hannah Fabinyi, Victoria Zach
Start: 2024
Projektinformation/Beschreibung/Zielsetzung:
Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter, circa 5,5 Millionen Schulkinder sind in Europa davon betroffen. Die Diagnosestellung des Asthmas im Kindesalter ist herausfordernd, insbesondere da Asthma eine heterogene Erkrankung ist und ein eindeutiger Goldstandard für das Schulalter fehlt. Zu der Diagnose eines Asthmas gehören die Symptome von Giemen, Husten und Atembeschwerden zusammen mit der Dokumentation einer reversiblen Atemwegsobstruktion. Kinder und Jugendliche zeigen häufig neben Phasen einer akuten Symptomatik auch stabile, symptomfreie Intervalle. Diese starke Symptomvariabilität kann die Diagnosestellung deutlich erschweren, da im Rahmen von einzelnen, sporadischen Lungenfunktionsmessungen sehr häufig keine pathologischen Befunde festgestellt werden können. So fehlen bei vielen Kindern und Jugendlichen mit Asthma bronchiale objektivierbare Befunde, die für die Diagnosestellung zwingend nötig sind. Dadurch kann es sowohl zu einer „Over-Diagnosis“ als auch zu einer „Non Diagnosis“ kommen. Eine „Over-Diagnosis“ hat die Anwendung von unnötigen, mit Nebenwirkungen behafteten Medikamenten zur Folge, bei einer „Non-Diagnosis“ hingegen werden nötige Medikamente wegen des fehlenden Verständnisses hierfür von Eltern oft nicht verabreicht. Ein Ansatz, die Auswirkungen der Symptomvariabilität auf die Asthmadiagnostik zu minimieren, ist die Erprobung neuer Technologien, mit welchen im Alltag bei Beschwerden Messdaten generiert werden können. Ein Beispiel für eine solche Technologie ist die Smartphonespirometrie.